D&A: Dummy und Apportieren

DummyWas ist Dummy und Apportieren?

Dummy und Apportieren ist eine Ausbildung für Hunde. Während der Grundgedanke von der Jagdausbildung abstammt, wird hier unter rein sportlichen Aspekten gearbeitet. Ursprünglich wurden bestimmte Hunderassen, wie z.B. die Retriever, jagdlich auf das Apportieren nach dem Schuss von totem oder lebendem Wild ausgebildet. Dabei kommen in der sportlichen Ausbildung nur sogenannte Dummys aus reißfestem Material zum Einsatz.

Während die Arbeit mit dem Dummy durch wechselnde Untergründe in unterschiedlichem Gelände anspruchsvoll, interessant und abwechslungsreich wird, spricht sie den Jagdinstinkt eines jeden Hundes auf körperlicher und geistiger Ebene an und lenkt diesen. Entsprechend ist lediglich die Stärke der Ausprägung dieses Instinktes von Hund zu Hund verschieden und gehört zu seinen Urinstinkten, die nicht „aberzogen“ werden können.

Deshalb steht im Vordergrund der Dummyarbeit die gute Zusammenarbeit zwischen Hundeführer und Hund. Diese stellt somit die Basis des Trainings dar, ohne die keine erfolgreiche Ausbildung möglich ist.

Aufbau

Zuerst lernt der Hund beim Dummy und Apportieren in Ruhe neben seinem Hundeführer abzuwarten, bis der Dummy geworfen oder versteckt wurde. Dabei soll er die Flugbahn beobachten und sich die Fallstelle merken (fachlich: „Markieren“). Anschließend wird auf Kommando von seinem Hundeführer zum Apportieren geschickt. Infolgedessen wird es besonders schwierig, wenn der Hund die genaue Fallstelle nicht sehen kann und er die Entfernung und Richtung bis dorthin einschätzen muss. Folglich muss der Hund hier nicht nur seine Augen, sondern gegebenenfalls auch seine Nase einsetzen. Dabei soll der Hund in einem engen Radius um die Fallstelle arbeiten, ohne in eine weiträumige Suche zu verfallen und den Dummy direkt wieder zurück bringen.

Anstelle der Sichtsuche kann der Hund bei der Suche  (fachlich: „Freiverlorensuche“), wenn er die Fallstelle nicht gesehen hat, auch auf Anweisung des Hundeführers in einem bestimmten Gebiet auf die eigenständige Suche geschickt werden.

Zuletzt kann der Hund durch das Lenken seines Hundeführers mit Stimme, Pfeifen oder Handzeichen (fachlich: „Einweisen“) in ein Gebiet zur Suche geschickt werden. Dabei muss der Hund den Einweisezeichen seines Hundeführers unbedingt folgen und sich leicht dirigieren lassen. Im Gegensatz zur „Freiverlorensuche“ ist der Hund jetzt auch auf weite Distanz von seinem Hundeführer abhängig und soll gehorsam und exakt die Hilfen und Richtungsangaben befolgen. Erst wenn der Hund im Zielbereich angekommen ist, soll der dort in engem Raum den Dummy selbstständig suchen und anschließend zurück bringen. Ziel und Zweck dieser Arbeit ist es, den Hund möglichst schnell in die Nähe des Dummys zu bringen und seine Kräfte zu schonen, damit er dann im weiter entfernten Zielgebiet sich auf die Suche begeben kann.

Training

Weil die Arbeit mit dem Dummy und das Apportieren viele verschiedene Ansätze hat und in kurzer Zeit nicht vollständig zu erlernen ist, eignet sich hier besonders ein langfristiges Gruppentraining. Dabei geht es vor allem um den gemeinsamen Spaß beim „Markieren“, die Impulskontrolle bis zur Freigabe zur Suche und das Herankommen und Zurückbringen des Dummys aus den verschiedensten Gebieten mit ständig steigender Ablenkung. Zum Einstieg sind daher keine Vorkenntnisse nötig.

Bedingungen

Dieses Angebot gilt für Hunde und ihre Menschen, die eine nasige Beschäftigung suchen. Ihr Hund arbeitet im Freilauf oder ist gegebenenfalls durch eine Schleppleine gesichert. Ihr Hund sollte einfache Grundkommandos beherrschen, versichert sein, sowie über einen ausreichenden Impfschutz verfügen.

Mitbringen

  • weiche, schmackhafte und viele Leckerlies
  • kurze Führleine
  • 5-10 m Schleppleine
  • gut sitzendes Halsband
  • Geschirr
  • Pfeife
  • Dummy (Futter-/Gewicht-)
  • festes Schuhwerk

Termin:
DI 16:00-17:00

Termin Einzeltraining:
individuell

Treffpunkt:
individuell (Einzeltraining)
Kellenhusen: Südstrandwiese an der Surfschule
Grömitz: Turnierwiese Blankwasserweg an der Skateranlage

zusätzliche Infos:
Alter der Hunde: ab Junghunde (5 Monate)
Gruppentraining: max. 5 Teams

Kosten:
siehe Preisliste

Themen: Jagdfieber, Schnüffelarbeit, Auslastung, Grundgehorsam, Impulskontrolle, Körpersprache, Teamarbeit, Spaß