Longieren

körpersprachlicher Dialog mit dem Hund

Unsere Hunde lesen uns mit jeder Bewegung, sei sie noch so klein, und reagieren auch daraufhin. Oft sind wir uns unser Körpersprache so gar nicht bewusst und ärgern uns darüber, dass unser Hund uns nicht versteht. Im Grunde genommen führt er aber nur aus, was wir ihm signalisieren.
 
Beim Longieren trainieren wir diese klare Kommunikation mit unserem Hund. Das Training ist dabei sehr anspruchsvoll und erfordert viel Konzentration – für Mensch und Hund. Der Einsatz des Klickers bei diesem Training dient als neutrales Hilfsmittel und ist kein Muss.

Was ist Longieren?

LongierenLongieren ist ein Auslastungstraining für den Hund. Zudem ist das Training wie ein Dialog, ein freundliches Gespräch mit dem Hund aufgebaut. Der Umgangston ist höflich und respektvoll. Zusätzlich lernt der Mensch schwerpunktmäßig seine Körpersprache zur Kommunikation einzusetzen, während er Grenzen und Tabuzonen setzt, klar führt und bestätigt. Hierdurch wird die Bindung zum Hund verbessert, weil auch der Hund lernt, mehr auf seinen Menschen und dessen Körpersprache zu achten. Als Ergebnis lernen Mensch und Hund sich besser zu vertrauen, aber auch gegenseitig (Leistungs-) Grenzen und Tabus zu akzeptieren.

Aufbau

Beim Longieren arbeitet man an einem Kreis. Anfangs arbeiten Mensch und Hund nah beieinander am Kreis. Dabei laufen sie gemeinsam und lernen einander zuzuhören und zu vertrauen. Zeitweise werden klassische Übungen wie Sitz und Platz eingebaut. Später folgen Tempowechsel und weitere Übungen. Nebenher kann das Longieren mit Ablenkungen wir Tunnel und Hürden ergänzt werden. Zuletzt wird mit fortschreitendem Training die Arbeit auf Distanz ausgeweitet.

Training

Übrigens geht es beim Longieren nicht um Schnelligkeit. Stattdessen dreht sich alles um die Rückkehr zur Langsamkeit. Daher ist diese Beschäftigung für jedes Mensch-Hund-Team geeignet. Da Longieren als geistige Auslastung sehr anstrengend ist, sollte es nicht unterschätzt werden. Während die Arbeit mit dem Hund am Longierkreis erfolgt, wird er an einer Leine geführt. Dabei dient der Kreis dem Menschen als Orientierung und die Leine als Verbindung zum Hund. Später, bei guten Fortschritten, kann die Arbeit auch ohne Leine ausgeführt werden. Dadurch können unter Ablenkung sowohl die Erhöhung der Reizschwelle und die Regulierung der Impulskontrolle trainiert werden. Dies eignet sich besonders für Hunde, die nur über eine mäßige Konzentration und Selbstkontrolle verfügen. Infolgedessen können die Trainingseinsätze ganz unterschiedlich sein: ruhige Hunde können aufgeweckt werden, schnelle Hunde zurück gearbeitet werden.

Bedingungen

Dieses Angebot gilt für Hunde und ihre Menschen, die eine ruhige Auslastungsform suchen. Insbesondere Hunde mit beginnenden Verhaltensauffälligkeiten wie ängstlich, unsicher, desinteressiert, übermotiviert, hyperaktiv können hier in kleinen Gruppen gut integriert werden. Da immer nur ein Team am Longierkreis arbeitet, ist ausreichend Platz zum Ausweichen vorhanden, sodass die Teams erst einmal die Distanz bekommen, die sie benötigen. Vorgesehen ist, dass die Hunde an der Leine laufen. Falls die Gruppenkonstellation es zulässt, ist ein Freilauf zwischendurch denkbar. Ihr Hund sollte einfache Grundkommandos beherrschen, versichert sein, sowie über einen ausreichenden Impfschutz verfügen.

Mitbringen

  • Leckerlies in Form von kleinen, weichen Belohnungs-Happen (!!)
  • kurze Führleine
  • 1,5 – 3m Leine (nach Möglichkeit ohne Ösen, kann zu Trainingszwecken auch gestellt werden)
  • gut sitzendes Halsband
  • festes Schuhwerk

Termin:
Kellenhusen:
SA 09:00-10:00

Grömitz:
SO 12:30-13:30

Treffpunkt:
Kellenhusen: Wiese hinter dem Café Olé
Grömitz: Turnierwiese an der Skateranlage, Blankwasserweg 99

zusätzliche Infos:
Teilnehmerzahl: max. 5 Teilnehmer
Alter der Hunde: ab Junghunde (5 Monate)

Kosten:
siehe Preisliste

Themen: Dialog, Körpersprache, Vertrauen, Kontrolle, Teamarbeit, Motivation, Timing und richtiges Belohnen, Geschicklichkeit, Tricks & Spiele, Spaß